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WIEN. Von 26. bis 28. Juni 2026 fand in Wien die Veranstaltungsreihe "Suzhou River meets the Danube - China Stage Vienna" statt. Organisiert wurde sie unter anderem von der Shanghai International Culture Association und der Österreich Chinesischen Gesellschaft für Bildung Kultur und Innovation (AC-ECI). Die Aufführungen und Begegnungen fanden sowohl an der Donau als auch im Barocksaal des Alten Rathauses statt.
Im Mittelpunkt stand die Huju-Oper aus Shanghai, die oft auch als "Shanghai-Oper" bezeichnet wird. In Zusammenarbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern aus Österreich erklang diese traditionsreiche Kunstform erstmals in Wien in einem historischen Rahmen und zugleich auf der modernen, weltoffenen Bühne der Donau.
Zu hören waren unter anderem bekannte Ausschnitte aus "Luo Han Qian", "Su He Shi Ba Wan", "An Tang Xiang Hui" und "Bi Hai Qing Tian Ye Ye Xin". Die Shanghaier Künstler Hong Liyong und Ji Yanping traten gemeinsam mit dem chinesischen Pianisten Yan Jingge, der jungen Flötistin Yue Guanghui sowie dem Vienna Young Chamber Orchestra auf. Für viele Besucherinnen und Besucher war es die erste Begegnung mit dem fein ornamentierten Gesangsstil der Huju-Oper.
Das Programm verband chinesische und europäische Musiktraditionen. Am Klavier erklangen unter anderem "Pinghu Qiuyue", "Chunjiang Zhouying", "Barcarolle" und "Wiener Nacht". Yue Guanghui und Musikerinnen und Musiker des Vienna Young Chamber Orchestra interpretierten Bearbeitungen von "Mayila" und "Xiao He Tang Shui". Auch Johann Strauss Sohn war mit dem "Frühlingsstimmen-Walzer" und "An der schönen blauen Donau" vertreten.
Besonders berührend war die Verbindung von "Shanghai Yao" mit der Musik der Donau. Dabei wurde sichtbar und hörbar, wie weit voneinander entfernte Musiktraditionen eine gemeinsame Sprache finden können. Die Suzhou und die Donau wurden an diesen Tagen zu Sinnbildern für kulturellen Austausch, gegenseitigen Respekt und friedliche Begegnung.
Die Auftritte fanden während einer außergewöhnlichen Hitzewelle in Europa statt. Trotz Temperaturen von teils über 40 Grad absolvierten die Künstlerinnen und Künstler aus Shanghai ihr Programm an mehreren Orten in Wien, darunter beim EU-China-Drachenbootrennen, bei einem Austausch im Barocksaal des Alten Rathauses.
Zahlreiche Gäste aus Österreich, der chinesischen Community in Wien, aus der Slowakei und sogar aus den USA verfolgten die Aufführungen. Walter Asperl, Klubdirektor-Stv und Referent im Freiheitlichen Parlamentsklub für EU und Außenpolitik, begleitete die Veranstaltungen ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Medien und Diplomatie.
Auch Botschaftsrat der Volksrepublik China in Österreich, Hr. Zheng Xuan, sowie Konsul Gao Yan der Volksrepublik China in Österreich würdigten die künstlerische Qualität und die verbindende Kraft des Projekts. Alfred Dohr, Chefredakteur und leitender Journalist der Zeitung "Unzensuriert", nahm ebenfalls an der Begegnung teil.
Die Veranstalter betonten, dass die Reihe im Zeichen des 55-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und China stehe. Die "China Stage Vienna" habe gezeigt, dass kultureller Austausch nicht nur auf großen internationalen Bühnen stattfindet, sondern auch dort, wo Menschen einander zuhören, gemeinsam musizieren und neue Verbindungen entstehen lassen.
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